Merit Medical ProGuide Chronic Dialysis Catheter User Manual
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VORSICHT: Den Katheter nur mit den mitgelieferten Reihenschlauchklemmen abklemmen.
4. Bestimmen Sie die Austrittsstelle des Katheters an der Brustwand. Sie liegt etwa 8-10 cm unterhalb des
Schlüsselbeins, das unterhalb und parallel zur Einführungsstelle liegt.
VORSICHT: Ein Tunnel mit einem weiten, leicht gekrümmten Bogen verringert das Risiko des
Abknickens des Katheters. Die Länge des Tunnels sollte kurz genug sein, um zu verhindern, dass das
gegabelte Anschlussstück des Katheters in die Austrittsstelle eindringt, aber lang genug, um die
Manschette mindestens 2-3 cm von der Hautöffnung der Austrittsstelle fern zu halten.
5. Nehmen Sie eine kleine Inzision an der Austrittsstelle des tunnelierten Katheters an der Brustwand vor.
Machen Sie die Inzision breit genug für die Manschette, d. h. etwa 1 cm breit.
6. Verwenden Sie stumpfe Dissektion, um die subkutane Tunnelöffnung an der Austrittsstelle des Katheters für
die weiße Gewebeeinwachsmanschette zu formen, auf halber Strecke zwischen der Hautaustrittsstelle und der
Veneneintrittsstelle, ungefähr mindestens 2-3 cm von der Katheteraustrittsstelle entfernt.
WARNUNG: Das subkutane Gewebe sollte während der Tunnelung nicht überdehnt werden, da eine
Überdehnung das Einwachsen des Gewebes in die Manschette verzögern oder verhindern kann.
7. Machen Sie an der Veneneinführungsstelle eine zweite Inzision oberhalb und parallel zur ersten.
Vergrößern Sie die kutane Einführungsstelle mit einem Skalpell und legen Sie mit stumpfer Dissektion
eine kleine Tasche an, um die kleine verbleibende Katheterschlaufe aufzunehmen.
8. Befestigen Sie den Tunneler am venösen Lumen des Katheters. Schieben Sie die Spitze des Katheters
über das Tri-Ball-Anschlussstück, bis sie neben dem Schleusenanschlag zu liegen kommt.
9. Schieben Sie die Tunnelungsschleuse über den Katheter. Achten Sie darauf, dass die Hülle die arterielle
Öffnung des Katheters abdeckt. Dadurch wird der Widerstand im subkutanen Tunnel während der
Passage des Appositionshöckers und des arteriellen Ports durch das Gewebe reduziert.
10. Führen Sie den Katheter und Tunneleranschluss mit dem stumpfen Tunneler in die Austrittsstelle und
formen Sie einen subkutanen Tunnel von der Austrittsstelle des Katheters bis zur venösen Eintrittsstelle.
ACHTUNG: Gehen Sie bei der Tunnelung vorsichtig vor, um eine Beschädigung der umliegenden Gefäße
zu vermeiden. Führen Sie den Tunneler nicht durch Muskel.
ACHTUNG: Ziehen oder zerren Sie nicht am Katheterschlauch. Sollten Sie auf Widerstand stoßen, kann
eine zusätzliche stumpfe Dissektion die Einführung erleichtern. Der Katheter sollte nicht mit Gewalt
durch den Tunnel geschoben werden.
11. Wenn die Tunnelung abgeschlossen ist, kann der Tunneler entfernt werden, indem die Tunnelerschleuse
vom Katheter weggezogen und der Tunneler von der distalen Spitze des Katheters abgezogen wird.
ACHTUNG: Verwenden Sie eine leichte Drehbewegung, um eine Beschädigung des Katheters zu vermeiden.
ACHTUNG: Ziehen Sie den Tunneler nicht angewinkelt heraus. Halten Sie den Tunneler gerade, um eine
Beschädigung des Katheters zu vermeiden.
ACHTUNG: Vor der Fortsetzung des Verfahrens die Katheterspitze auf eine Beschädigung hin inspizieren.
12. Entfernen Sie das Stilettetikett und befestigen Sie den Luer-Lock-Anschluss des Stiletts am blauen
venösen Luer-Lock-Anschluss.
13. Führen Sie die distale Spitze des Stiletts zusammen mit dem Katheter über die proximale Spitze des
Führungsdrahts, bis der Führungsdraht aus dem venösen Luer-Anschluss austritt.
14. Schieben Sie, unter Beibehaltung der Position des Führungsdrahtes in der Vene, den Katheter zur
Einmündung der Vena cava superior in den rechten Vorhof vor, um optimalen Blutfluss zu gewährleisten.
VORSICHT: Um ein Abknicken des Katheters auf ein Minimum zu reduzieren, kann es erforderlich sein,
den Katheter in kleinen Schritten einzuführen, indem er nahe an der Haut gefasst wird.
15. Entfernen Sie das Stilett und den Führungsdraht aus dem Venenlumen.
16. Drücken Sie die verbleibende kleine Katheterschlaufe vorsichtig in die subkutane Tasche, die an der
Veneneintrittsstelle angelegt wurde.
WARNUNG: Katheter sollten vorsichtig implantiert werden, um scharfe oder akute Winkel zu vermeiden,
die den Blutfluss behindern oder die Öffnung der Katheterlumina blockieren könnten.
VORSICHT: Um eine optimale Leistung des Produkts zu gewährleisten, keinen Teil der Manschette in die
Vene einführen.
17. Stellen Sie die Einführtiefe des Katheters und die Position der Spitze während der Durchleuchtung ein.
18. Befestigen Sie an jeder der beiden Extensionen eine Spritze und öffnen Sie die Klemmen. Bestätigen Sie
die ordnungsgemäße Platzierung und Funktion des Katheters, indem Sie Blut von beiden Lumina
aspirieren. Spülen Sie beide Lumina mit heparinisierter Kochsalzlösung (das Spülvolumen ist auf der
Klemme des Extensionsschlauchs angegeben). Blut sollte sich leicht aspirieren lassen.
VORSICHT: Sollte bei einem der Lumen übermäßiger Widerstand bei der Blutaspiration auftreten, muss der
Katheter unter Umständen gedreht oder neu platziert werden, um einen ausreichenden Blutfluss zu erzielen.
VORSICHT: Um Durchgängigkeit zu gewährleisten, muss in beiden Lumina ein Heparinverschluss erzeugt werden.
VORSICHT: Es wird empfohlen, das Venenlumen mit dem blauen Luer-Anschluss kranialwärts
(in Richtung Kopf) auszurichten.
VORSICHT: Es wird empfohlen, das „venöse“ Lumen kranialwärts (in Richtung Kopf) auszurichten.
19. Klemmen Sie die Extensionen nach dem Spülen sofort ab.
20. Entfernen Sie die Spritzen und ersetzen Sie sie durch Injektionskappen.
ACHTUNG: Um eine Luftembolie zu vermeiden, sollten die Extensionsschläuche bei Nichtgebrauch
ständig abgeklemmt sein und der Katheter vor jeder Verwendung aspiriert und gespült werden.
21. Nehmen Sie die ordnungsgemäße Positionierung der Manschette und des tunnelierten Teils des
Katheters vor.
22. Bestätigen Sie die ordnungsgemäße Platzierung der Spitze mit Hilfe von Durchleuchtung. Die distale
Spitze sollte sich an der Einmündung der Vena cava superior in den rechten Vorhof befinden, um
optimalen Blutfluss zu gewährleisten.
WARNUNG: Wird die ordnungsgemäße Platzierung des Katheters nicht mit Röntgendurchleuchtung
sichergestellt, können schweres Trauma oder Komplikationen mit tödlichem Ausgang die Folge sein.
KATHETERSICHERUNG UND VERSORGUNG DER WUNDE
1. Nähen Sie die für die kleine Katheterschlaufe angelegte Tasche an der Veneneintrittsstelle zu.
2. Falls erforderlich nähen Sie auch die Katheteraustrittsstelle zu.
3. Nähen Sie den Katheter unter Verwendung des Nahtflügels an der Haut fest.
WARNUNG: Achten Sie darauf, dass Sie den Katheter nicht durchstechen. Wird der Katheter mit Nähten
gesichert, achten Sie darauf, dass der Katheter nicht blockiert oder durchstochen wird. Der Katheter
schlauch kann zerreißen, wenn er übermäßiger Kraft ausgesetzt wird oder mit scharfen Kanten in
Berührung kommt.
VORSICHT: Der Katheter muss während des gesamten Implantationsverfahrens fixiert/festgenäht sein.
4. Decken Sie die Katheteraustrittsstelle und die tunnelierte Einführungsstelle dem Standardprotokoll der
Behandlungseinrichtung entsprechend mit einem transparenten Wundverband ab.
WARNUNG: Seien Sie bei der Verwendung scharfer Objekte in der Nähe der Extensionsschläuche oder
des Katheterkörpers vorsichtig.
WARNUNG: Den Verband nicht mit einer Schere entfernen.
WARNUNG: Der Katheter/die Haut kann mit Alkohol oder alkoholhaltigen Antiseptika gereinigt werden,
ein anhaltender oder übermäßiger Kontakt mit der Lösung (bzw. den Lösungen) ist jedoch zu vermeiden.
WARNUNG: Azeton und PEG-enthaltende Salben können zu einem Versagen dieser Vorrichtung führen
und sollten nicht mit Polyurethankathetern verwendet werden.
5. Vermerken Sie die Länge und Chargennummer des Katheters in der Patientenakte. Beachten Sie in der
Tabelle, dass Azeton und PEG-enthaltende Salben nicht mit dieser Vorrichtung verwendet werden sollten.